Italianità trifft Spargelsaison – ein Salat, der mehr als Vorspeise ist
Wer Wein und Speisen kombinieren möchte, denkt bei Spargelsalat oft zu schnell an das Naheliegende. Dabei lohnt es sich, den Blick nach Süden zu richten: Dieser Spargelsalat verbindet die klassische deutsche Spargeltradition mit der Eleganz Norditaliens. Die passende Weinbegleitung spielt dabei eine entscheidende Rolle – sie muss mit der Salzigkeit des Prosciutto umgehen, die nussige Tiefe des Parmesans aufgreifen und gleichzeitig den Spargel in seiner Frühlingsfrische strahlen lassen. Hauchdünne Scheiben luftgetrockneten Schinkens aus Parma, robuste Späne von 24 Monate gereiftem Parmigiano Reggiano und knackiger weißer Spargel, verfeinert mit einem Dressing aus weißem Balsamico und kaltgepresstem Olivenöl – das ist ein Salat, der schon beim ersten Bissen signalisiert: Hier ist jemand mit Urteilsvermögen am Werk. Als leichte Hauptmahlzeit oder elegante Vorspeise bei einem langen Frühlingsessen macht er gleichermaßen eine hervorragende Figur.
Ideale Weinbegleitung: Sauvignon Blanc AOC Sancerre (Loire, Frankreich)
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Aus den Kalkstein- und Kieselböden der Gemeinde Sancerre an der Loire kommt einer der emblematischsten Weißweine Frankreichs. Die außergewöhnliche Mineralität dieser Böden – insbesondere die legendären Caillottes und Terres Blanches – überträgt sich direkt in das Glas: cremig-flintig, mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Aromen von weißer Johannisbeere, Grapefruit, Holunder und frisch geschnittenem Gras treffen auf eine straffe, lebendige Säure, die den Salat geradezu zum Leuchten bringt. Er spielt wunderbar mit der Würze des Parmesans, ohne von ihr erdrückt zu werden, und seine kräuterige Komponente bildet eine natürliche Verbindung zum weißen Spargel. Der Abgang zeigt jene elegante Länge, die diesen Wein zu einem der verlässlichsten Tischpartner der feinen Frühlingsküche macht. Ein Wein, der nicht von ungefähr Weltrang hat.
Weitere Weinempfehlungen zu diesem Gericht
Grüner Veltliner Federspiel DAC (Wachau, Österreich)
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Leichtfüßig und dennoch mit Charakter – dieses Prädikat beschreibt den Federspiel aus der Wachau treffend. Aus Terrassen über der Donau, wo Gneis und Urgesteinverwitterung die Grundlage bilden, entsteht ein Weißwein mit frischer Säure, grünwürzigen Noten und dem unverkennbaren Grüner-Veltliner-Pfeffer. Er ist weniger üppig als ein Smaragd, aber genau das macht ihn zum idealen Begleiter eines eleganten Salats: Er drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern unterstreicht die Leichtigkeit des Gerichts. Seine Aromen von grünem Apfel, Petersilie und Limette kommunizieren direkt mit dem Spargelcharakter und dem frischen Dressing.
Weißburgunder QbA trocken (Baden, Deutschland)
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Die warmen Lösshänge und Vulkanböden Badens bringen einen Weißburgunder hervor, der sich durch Fülle und eine dezente Cremigkeit auszeichnet, ohne opulent zu wirken. Aromen von weißem Pfirsich, Birne und einer feinen Mandelnote spielen direkt auf die nussigen Parmesanspäne ein. Die gut eingebundene Säure hält das Gericht im Gleichgewicht, und der trockene, saubere Abgang hinterlässt keine Schwere – gerade bei einem Salat als Hauptgericht eine wichtige Eigenschaft. In der badischen Weinküche sind Weißburgunder und Spargel seit Generationen ein bewährtes Duo.
Verdicchio dei Castelli di Jesi DOC (Marken, Italien)
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Aus den Hügeln der Marken, nicht weit von der Adriaküste, kommt dieser unterschätzte Weißwein mit unverwechselbarem Charakter. Seine charakteristischen Bittermandel-Noten im Abgang harmonieren auf verblüffende Weise mit dem Parmesan, dessen Umami-Tiefe diese Bittere aufgreift und weiterführt. Am Gaumen zeigt er sich frisch und kräuterig, mit Aromen von grünem Apfel, Kamille und einem Hauch Anis – alles Komponenten, die im Dialog mit dem Spargel elegant wirken. Wer sich vom ausgetretenen Pfad entfernen möchte, liegt mit diesem Wein goldrichtig.
Albariño DO Rías Baixas (Galicien, Spanien)
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Die atlantische Frische dieses galizischen Klassikers macht ihn zu einem natürlichen Verbündeten von Salaten mit Meeresfrüchten – aber auch bei Prosciutto und Parmesan weiß er zu überzeugen. Seine lebendige Pfirsich- und Zitrusnote schafft Leichtigkeit, seine mittlere Körperfülle gibt dem Salat Halt. Der leichte Salzhauch im Abgang korrespondiert ideal mit der natürlichen Würze des Schinkens. Ein unkomplizierter, freudvoller Wein für einen unkomplizierten, freudvollen Frühlingstag.
Grauburgunder Kabinett trocken QbA (Pfalz, Deutschland)
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Die Pfalz liefert beim Grauburgunder regelmäßig Weine, die durch ihre samtige Textur und ihre Aromenbreite überzeugen. Reife weiße Birne, Quitte, Melone und ein Hauch Honig – all das klingt nach Fülle, doch die gut eingebundene Säure hält alles in Balance. Gerade bei einem Salat mit fetthaltigen Zutaten wie Parmesan und Prosciutto ist diese Balance entscheidend: Er entfettet subtil den Gaumen und bereitet so jeden neuen Bissen vor. Für alle, die lieber einen deutschen Wein im Glas haben, ist dieser Grauburgunder die ideale Wahl.
Weitere saisonale Rezepte und Weinempfehlungen für die Spargelsaison findest du auf der Übersichtsseite zu Spargel und Wein.
Das Rezept:

Spargelsalat mit Prosciutto di Parma und Parmesanspänen
Kochutensilien
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1 Großer Kochtopf
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1 Sparschäler
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1 Salatschüssel
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1 Kleines Schraubglas (für das Dressing)
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1 Käsehobel (für Parmesanspäne)
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1 Zange (zum Anrichten)
Zutaten
- 700 g weißer Spargel
- 80 g Prosciutto di Parma hauchdünn geschnitten (ca. 6–8 Scheiben)
- 60 g Parmigiano Reggiano am Stück, zum Hobeln
- 4 EL kaltgepresstes Olivenöl extra vergine
- 2 EL weißer Balsamico
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 TL Honig
- Saft einer halben Zitrone
- 1 TL Zucker für das Kochwasser
- Salz weißer Pfeffer
- Frische Rucola-Blätter eine Handvoll
- Frische Kerbel- oder Kresseblättchen zum Garnieren
Zubereitung
VORBEREITUNG:
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Spargel schälen, holzige Enden abschneiden.
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Parmigiano Reggiano mit einem Käsehobel in große, dünne Späne hobeln.
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Alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben und kräftig schütteln.
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Dressing mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken, beiseitestellen.
KOCHSCHRITTE:
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Großen Topf mit Salzwasser, einem Teelöffel Zucker und einem Spritzer Zitronensaft aufkochen.
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Spargel einlegen und bei schwacher Hitze 10–12 Minuten bissfest garen.
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Spargel abgießen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
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Leicht abkühlen lassen – der Salat wird lauwarm serviert.
ANRICHTEN:
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Rucola gleichmäßig auf zwei Tellern oder einer großen Platte verteilen.
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Lauwarmen Spargel auf dem Rucola anrichten.
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Prosciutto-Scheiben locker drapiert zwischen und über den Spargel legen.
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Parmesanspäne großzügig darüber verteilen.
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Dressing kurz vor dem Servieren darüber träufeln.
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Mit frischen Kerbel- oder Kresseblättchen garnieren.
BEILAGEN:
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Ciabatta oder Focaccia mit gutem Olivenöl
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Halbe Zitrone zum Ausdrücken am Tisch
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Kleines Schälchen mit in Butter gebratenen Pinienkernen

