Der König des Balkan-Grills
Wein zum Essen reist mit diesem Rezept auf den Balkan: Mici (Mititei) vom Grill mit Senf sind Rumäniens berühmteste Grillspezialität und verlangen nach einer passenden Weinbegleitung, die die würzige Knoblauchnote und die intensive Röstaromatik vom Holzkohlegrill gleichermaßen würdigt. Gemischtes Hackfleisch aus Rind, Schwein und Lamm wird mit reichlich Knoblauch, Natron, Thymian und einer würzigen Gewürzmischung vermengt, mehrere Stunden durchgezogen und anschließend zu kleinen, fingerdicken Röllchen geformt, die ohne Darm direkt auf dem Grill knusprig gebraten werden. Serviert mit reichlich Senf, frischem Weißbrot und eingelegten Gurken, entsteht ein Gericht von rustikaler, würziger Tiefe, bei dem die Knoblauchschärfe, die Röstaromen vom Grill und die Säure des Senfs in deftiger Balance zueinanderstehen. Dieses unkomplizierte Grillgericht ist fester Bestandteil jeder rumänischen Grillfeier und eignet sich hervorragend für ein geselliges Sommerfest mit vielen kleinen, geteilten Portionen. Wein und Speisen kombinieren bedeutet hier, einen würzigen, kräftigen Rotwein zu finden, der der Knoblauchintensität standhält und gleichzeitig die Röstaromen vom Grill unterstreicht.
Ideale Weinbegleitung: Blaufränkisch Mittelburgenland DAC (Mittelburgenland, Österreich)
Aus den warmen Lehm- und Schotterböden des Mittelburgenlandes, wo die Blaufränkisch-Rebe ihre würzigste und stoffigste Ausdrucksform findet, kommt ein Rotwein von kräftiger Frucht und pfeffriger Würze. Aromen von dunkler Kirsche, Waldbeeren und einer markanten schwarzen Pfeffernote prägen diesen Wein, dessen saftige Säure der würzigen Knoblauch- und Gewürznote der Mici auf direktem, selbstverständlichem Weg begegnet. Sein kräftiges, aber nie plumpes Tannin hält der intensiven Röstaromatik vom Holzkohlegrill mühelos stand, während seine pfeffrige Würze den Senf als klassische Beilage aufnimmt und verlängert. Seine saftige Frucht harmoniert zudem hervorragend mit dem knusprig gegrillten Rand der kleinen Fleischröllchen. Am Gaumen zeigt sich eine kraftvolle, nie schwere Würze, die dieses rustikale rumänische Grillgericht mühelos begleitet. Leicht gekühlt bei etwa sechzehn Grad serviert, ist dieser Mittelburgenländer Blaufränkisch der würzigste und stoffigste Weinpartner für die gesamte südosteuropäische Grillküche.
Weitere Weinempfehlungen zu diesem Gericht
Zweigelt Carnuntum DAC (Carnuntum, Österreich)
Aus den sonnenverwöhnten Lagen Carnuntums östlich von Wien kommt dieser fruchtbetonte Rotwein mit Aromen von Sauerkirsche, Pflaume und einer feinen würzigen Note, die den Mici auf eine saftige, unkomplizierte Weise begegnet. Seine geschmeidigen Tannine und seine lebendige Säure gleichen die Würze von Knoblauch und Gewürzen mühelos aus, während seine Fruchtfülle die Röstaromen vom Grill auffrischt. Er ist runder und fruchtiger als der würzigere Blaufränkisch, was ihn zu einer zugänglicheren Alternative macht für alle, die zu den Mici lieber pannonische Fruchtfülle als mittelburgenländische Würze im Glas haben. Leicht gekühlt serviert, wird er zu einem unkomplizierten Begleiter für ein geselliges Grillfest mit vielen kleinen Portionen und Senf als Dip.
Primitivo di Manduria DOP (Apulien, Italien)
Aus den heißen, roten Böden Apuliens kommt dieser kraftvolle, süß-fruchtige Rotwein mit Aromen von eingekochter Pflaume, Brombeere und einer warmen Gewürznote, die der intensiven Würze der Mici auf eine südländisch-selbstbewusste Weise begegnet. Sein hoher Alkoholgehalt und seine samtigen Tannine halten der kräftigen Knoblauch- und Pfefferwürze mühelos stand, während seine warme Frucht die Röstaromen vom Holzkohlegrill unterstreicht. Er ist voller und wärmer als der schlankere Zweigelt, was ihn zu einer kraftvolleren Wahl macht für alle, die zu den Mici lieber süditalienische Wärme als österreichische Frische im Glas haben. Sein langer, würziger Abgang macht ihn zu einem festlichen Begleiter für ein deftiges Grillmenü mit reichlich Senf und frischem Brot.
Cabernet Franc Chinon AOC (Loire-Tal, Frankreich)
Aus den kalkig-tuffigen Böden von Chinon an der Loire kommt dieser schlanke, würzige Rotwein mit Aromen von roter Johannisbeere, grünem Pfeffer und einer charakteristischen krautigen Note, die der Knoblauch- und Gewürzwürze der Mici auf eine kühle, elegante Weise begegnet. Seine straffe Säure und sein feines Tannin schneiden mühelos durch die Röstaromen vom Grill, während seine pfeffrige Würze den Senf als klassische Beilage widerspiegelt. Er ist schlanker und kühler als der wärmere Primitivo, was ihn zu einer eleganteren Alternative macht für alle, die zu den Mici lieber loireanische Frische als apulische Fülle im Glas haben. Leicht gekühlt serviert, bleibt er auch bei mehreren Runden vom Grill erfrischend und nie schwer.
Xinomavro Naoussa PDO (Makedonien, Griechenland)
Aus den Hügeln von Naoussa in Nordgriechenland kommt dieser tanninbetonte, kaum außerhalb Griechenlands bekannte Rotwein aus der einheimischen Xinomavro-Traube. Aromen von getrockneter Tomate, Oliven und einer markanten Pfeffernote prägen diesen Wein, dessen kräftige Säure und feste Tanninstruktur der würzigen Intensität der Mici auf eine geradlinige, balkanisch-verwandte Weise begegnet. Seine erdige Würze unterstreicht die Röstaromen vom Holzkohlegrill, während seine Säure die Fettigkeit des gemischten Hackfleisches ausbalanciert. Für alle, die zu den Mici lieber griechische Tanninkraft als österreichische Fruchtbetontheit im Glas haben, ist dieser Xinomavro eine geschmacklich verwandte, südosteuropäisch geprägte Wahl dieser gesamten Auswahl, besonders bei kräftig gewürzten Mici mit extra Knoblauch.
Fetească Neagră Dealu Mare (Muntenia, Rumänien)
Aus Dealu Mare, dem bedeutendsten Rotweingebiet Rumäniens nördlich von Bukarest, kommt dieser dunkelfruchtige, kaum außerhalb des Landes bekannte Rotwein aus der einheimischen Fetească-Neagră-Traube. Aromen von reifer Brombeere, Kirsche und einer feinen Tabaknote prägen diesen Wein, der den Mici auf eine authentisch rumänische, geschichtsträchtige Weise begegnet, direkt aus der Heimat des Gerichts. Seine samtigen Tannine begleiten die würzige Knoblauch- und Gewürznote der Fleischröllchen auf eine harmonische, nie dominierende Weise, während seine dunkle Frucht die Röstaromen vom Grill sanft unterstreicht. Als die bedeutendste einheimische Rotweinsorte Rumäniens, die direkt aus der Heimat der Mici stammt, ist diese Fetească Neagră die authentischste, geschichtsträchtigste Wahl dieser gesamten Auswahl für alle, die Lust auf eine echte önologische Entdeckung haben.
Weitere herzhafte Grillgerichte mit passender Weinbegleitung findest du auf der Übersichtsseite zu Sommer und Wein.
Das Rezept:

Rumänische Mici (Mititei) vom Grill mit Senf
Kochutensilien
- 1 Große Rührschüssel
- 1 Holzkohlegrill oder Grillpfanne
- 1 Grillzange
- 1 Frischhaltefolie
Zutaten
- 300 g Rinderhackfleisch
- 300 g Schweinehackfleisch
- 200 g Lammhackfleisch
- 6 Knoblauchzehen fein gehackt
- 1 TL Natron
- 2 TL getrockneter Thymian Cimbru
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 200 ml Fleischbrühe kalt
Zubereitung
VORBEREITUNG:
- Alle Hackfleischsorten in einer großen Schüssel vermengen.
- Knoblauch, Natron, Thymian, Paprika und Pfeffer zugeben.
- Nach und nach kalte Fleischbrühe unterkneten, bis eine geschmeidige, klebrige Masse entsteht.
- Die Masse abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
KOCHSCHRITTE:
- Aus der Masse mit nassen Händen fingerdicke Röllchen formen.
- Röllchen auf dem heißen Holzkohlegrill rundum knusprig grillen, bis sie durchgegart sind.
ANRICHTEN:
- Mici auf einer Platte anrichten.
- Mit reichlich Senf servieren.
BEILAGEN:
- Frisches Weißbrot
- Rumänischer Senf
- Eingelegte Gurken

