Der süße Abschluss der Zwetschgenzeit
Wein zum Essen feiert mit diesem Rezept die Zwetschgenzeit im Elsass: Zwetschgenkuchen, im Elsass als Tarte aux Quetsches bekannt, verlangt nach einer passenden Weinbegleitung, die die herbe Süße der Zwetschgen genauso würdigt wie die buttrige Tiefe des Mürbeteigs. Halbierte, entsteinte Zwetschgen werden dicht auf einen knusprigen Mürbeteigboden gelegt und im Ofen gebacken, bis die Fruchtsäfte leicht karamellisieren und die Zwetschgenhaut eine dunkelviolette, glänzende Farbe annimmt, während der Duft von warmem Zimt durch die Küche zieht. Serviert lauwarm mit einem Klecks Schlagsahne, entsteht ein Gericht von herb-süßer Eleganz, bei dem die leicht säuerliche Zwetschgenfrucht, die buttrige Teigtiefe und die warme Zimtwürze in elsässischer Balance zueinanderstehen. Dieser traditionsreiche Kuchen markiert alljährlich das Ende der Zwetschgensaison Ende August und eignet sich hervorragend für ein gemütliches Kaffeekränzchen zum Übergang in den Herbst. Wein und Speisen kombinieren bedeutet hier, einen aromatischen, leicht restsüßen Weißwein zu finden, der der herben Zwetschgensäure standhält und gleichzeitig die buttrige Teigtiefe unterstreicht.
Ideale Weinbegleitung: Muscat d’Alsace AOC (Elsass, Frankreich)
Aus den Terrassenlagen des Elsass, wo die traubig-blumige Muskat-Traube ihre reinste und duftintensivste Ausdrucksform findet, kommt ein trockener Weißwein von traubiger Frische und feiner Blütenaromatik. Aromen von weißer Weintraube, Holunderblüte und einer feinen Muskatnote prägen diesen Wein, dessen traubige Frische der herben Zwetschgensäure des Kuchens auf direktem, selbstverständlichem Weg begegnet. Seine trockene, nie aufdringliche Frucht gleicht die karamellisierte Fruchtsüße mühelos aus, während seine blumige Aromatik die warme Zimtwürze unterstreicht. Seine feine Frische harmoniert zudem hervorragend mit der buttrigen Tiefe des Mürbeteigbodens und dem Klecks Schlagsahne. Am Gaumen zeigt sich eine duftige, nie plumpe Frische, die diesen herb-süßen elsässischen Herbstkuchen mühelos begleitet. Gut gekühlt bei etwa acht Grad serviert, ist dieser Elsässer Muscat der traubigste und duftigste Weinpartner für die gesamte elsässische Zwetschgenzeit am Ende des Sommers.
Weitere Weinempfehlungen zu diesem Gericht
Gewürztraminer Vendanges Tardives Alsace AOC (Elsass, Frankreich)
Aus den Terrassenlagen des Elsass kommt dieser edelsüße, spätgelesene Gewürztraminer mit Aromen von Litschi, kandierter Aprikose und einer feinen Rosenblütennote, die der karamellisierten Fruchtsüße der Zwetschgen auf eine üppige, edelsüße Weise begegnet. Seine intensive Süße und seine üppige Frucht fangen die herbe Zwetschgensäure spürbar auf, während seine rosige Blütennote die warme Zimtwürze verlängert. Er ist süßer und üppiger als der trockenere Muscat, was ihn zu einer gehaltvolleren Alternative macht für alle, die zum Kuchen lieber elsässische Fülle als traubige Frische im Glas haben, besonders bei einem festlichen Kaffeekränzchen mit mehreren Gästen und einem Klecks Schlagsahne obendrauf, serviert auf feinem Porzellan.
Riesling Spätlese Mosel QbA (Mosel, Deutschland)
Aus den steilen Schieferlagen der Mosel kommt dieser edelsüße, feingliedrige Riesling mit Aromen von reifem Pfirsich, Aprikose und einer feinen Schiefernote, die der herben Zwetschgensäure des Kuchens auf eine spritzige, ausgleichende Weise begegnet. Seine feine Restsüße und seine markante Säure fangen die leicht säuerliche Fruchtnote elegant auf, während seine mineralische Tiefe die buttrige Teigaromatik unterstreicht. Er ist leichter und filigraner als der traubige Muscat, was ihn zu einer eleganteren Alternative macht für alle, die zum Kuchen lieber mosellanische Eleganz als elsässische Traubigkeit im Glas haben, besonders an einem sonnigen Spätsommernachmittag im Garten bei einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee und ruhiger Zweisamkeit.
Crémant d’Alsace AOC (Elsass, Frankreich)
Aus den Kalkböden des Elsass kommt dieser feinperlige, trockene Crémant mit Aromen von grünem Apfel, Brioche und einer feinen Hefenote, die der buttrigen Teigtiefe des Kuchens auf eine belebende, prickelnde Weise begegnet. Seine feine Perlage und seine lebendige Säure durchschneiden die karamellisierte Fruchtsüße mühelos, während seine hefige Brioche-Note die buttrige Mürbeteigaromatik verlängert. Er ist prickelnder und trockener als der stille Muscat, was ihn zu einer belebenderen Alternative macht für alle, die zum Kuchen lieber elsässische Spritzigkeit als traubige Ruhe im Glas haben, besonders bei einem festlichen Nachmittagskaffee mit mehreren Kuchensorten auf der Tafel und feinem Silberbesteck für jeden einzelnen Gast.
Sauternes AOC (Bordeaux, Frankreich)
Aus den edelfaulen Weinbergen von Sauternes im Bordelais kommt dieser edelsüße, honigartige Weißwein mit Aromen von kandierter Aprikose, Honig und einer feinen Safrannote, die der karamellisierten Zwetschgensüße auf eine luxuriöse, klassisch-bordelaiser Weise begegnet. Seine intensive, nie plumpe Süße fängt die herbe Fruchtsäure vollständig auf, während seine honigartige Tiefe die warme Zimtwürze des Kuchens unterstreicht. Er ist deutlich süßer und dichter als der trockenere Muscat, was ihn zu einer luxuriöseren Alternative macht für alle, die zum Kuchen lieber bordelaiser Opulenz als elsässische Leichtigkeit im Glas haben, besonders zu einem besonderen Anlass mit einem edlen Dessertwein-Finale am Ende eines langen, festlichen Menüs.
Vin de Paille Jura AOC (Jura, Frankreich)
Aus dem Jura-Gebirge im Osten Frankreichs kommt dieser kaum außerhalb Frankreichs bekannte Strohwein, dessen Trauben mehrere Monate auf Strohmatten getrocknet werden, bevor sie gekeltert werden. Aromen von getrockneter Zwetschge, Walnuss und einer feinen Karamellnote prägen diesen Wein, der der karamellisierten Fruchttiefe des Kuchens auf eine authentisch französische, dem getrockneten Steinobst geschmacklich eng verwandte Weise begegnet. Seine konzentrierte Süße und seine nussige Tiefe begleiten die buttrige Teigaromatik auf eine harmonische, nie dominierende Weise, während seine getrocknete Fruchtnote die Zwetschgenfrucht selbst widerspiegelt. Als einer der seltensten und arbeitsintensivsten Weine Frankreichs ist dieser Jura-Vin-de-Paille die authentischste, geschmacklich am engsten mit der Zwetschge verwandte Wahl dieser gesamten Auswahl für alle, die Lust auf eine echte önologische Entdeckung haben.
Weitere herbstliche Kuchenklassiker mit passender Weinbegleitung findest du auf der Übersichtsseite zu Herbst und Wein.
Das Rezept:

Elsässischer Zwetschgenkuchen (Tarte aux Quetsches)
Kochutensilien
- 1 Springform oder Tarteform
- 1 Nudelholz
- 1 Kleines Messer zum Entsteinen
- Backpapier
Zutaten
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 60 g Zucker
- 1 Ei
- 1 kg Zwetschgen halbiert und entsteint
- 1 TL Zimt
- 2 EL Zucker zum Bestreuen
Zubereitung
VORBEREITUNG:
- Mehl, Butter, Zucker und Ei zu einem Mürbeteig verkneten, kühl stellen.
KOCHSCHRITTE:
- Teig ausrollen und in die Form legen.
- Zwetschgenhälften dicht auf den Teigboden legen, mit Zimt und Zucker bestreuen.
- Bei 180°C etwa 30 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist.
ANRICHTEN:
- Kuchen leicht auskühlen lassen und in Stücke schneiden.
- Mit einem Klecks Schlagsahne servieren.
BEILAGEN:
- Schlagsahne
- Vanilleeis
- Zimtstreusel

