Rabanadas (portugiesischer French Toast)

Wein zum Essen: Goldbraune Rabanadas mit Zimt und Zucker serviert mit einem Glas Tawny Portwein.

Ein süßes Traditionsgebäck aus der portugiesischen Festtagsküche

Den richtigen Wein zum Essen zu finden, ist bei einer Süßspeise wie den Rabanadas eine besonders genussvolle Herausforderung für jeden anspruchsvollen Kenner. Die Kunst, Wein und Speisen harmonisch zu vereinen, zeigt sich hier in der Kombination aus aromatischem Zimt, feinem Zucker und goldgelb ausgebackenem Brot. Rabanadas sind weit mehr als einfacher French Toast; sie sind ein fester Bestandteil der portugiesischen Kultur und bestechen durch ihre saftige Textur im Inneren sowie ihre knusprige Hülle. Oft werden sie in Milch oder einem gewürzten Sud getränkt, bevor sie in Ei gewendet und anschließend in heißem Öl perfekt ausgebacken werden. Diese Spezialität verlangt nach einem Begleiter, der die Süße auffängt, ohne sie zu dominieren, und gleichzeitig die würzigen Noten des Zimts gekonnt unterstreicht. In Portugal genießt man sie traditionell in der Weihnachtszeit, doch ihre zeitlose Beliebtheit macht sie zu einem ganzjährigen Dessert-Highlight für alle, die rustikale und ehrliche Genüsse schätzen. Die Zubereitung ist unkompliziert, erfordert jedoch Liebe zum Detail, um die perfekte Balance zwischen Feuchtigkeit und Struktur zu erreichen, die dieses Gericht so einzigartig macht.

Ideale Weinbegleitung: 10 Year Old Tawny Port Porto DOC (Douro, Portugal)

Ein 10 Year Old Tawny Port ist der ultimative Partner für Rabanadas, da seine oxidative Reifung im Holzfass Aromen hervorbringt, die perfekt mit Zimt und Zucker harmonieren. Dieser Portwein besticht durch Noten von getrockneten Früchten, karamellisierten Nüssen und einem Hauch von Vanille, was die Röstnoten des ausgebackenen Brotes wunderbar ergänzt. Die feine Süße des Weins steht in direkter Korrespondenz zur Zucker-Zimt-Kruste der Rabanadas, während die integrierte Säure und der Alkoholgehalt dafür sorgen, dass der Gaumen nach dem fettreichen Ausbacken erfrischt wird. Besonders die Nuancen von Feigen und Rosinen im Wein heben die Saftigkeit des Gebäcks hervor und verleihen dem Dessert eine zusätzliche, noble Komplexität. Die bernsteinfarbene Optik des Tawny spiegelt zudem die goldbraune Farbe der Rabanadas wider, was auch visuell für eine stimmige Kombination sorgt. Es ist eine klassische Allianz, die zeigt, wie regionale Spezialitäten aus derselben Kultur eine unschlagbare Einheit bilden können, die weit über den bloßen Geschmack hinausgeht und echte Emotionen am Tisch weckt. Der Wein dient nicht nur als Begleiter, sondern als Katalysator, der die Gewürze intensiviert und das gesamte Dessert auf ein neues Niveau der Raffinesse hebt, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Weitere Weinempfehlungen zu diesem Gericht

Mosel Riesling Auslese (Mosel, Deutschland)
Ein edelsüßer Riesling von der Mosel bietet einen faszinierenden Kontrast zu den warmen Rabanadas durch seine präzise Säure und die intensive Fruchtaromatik. Die Noten von reifem Pfirsich, Aprikose und einem Hauch von Honig bringen eine fruchtige Leichtigkeit in das Gericht, die besonders gut mit der Zimtwürze korrespondiert. Da Rabanadas oft sehr reichhaltig sind, wirkt die lebendige Säure des Rieslings wie ein belebendes Element, das die Süße strukturiert und den Mundraum klärt. Die mineralische Tiefe der Schieferböden verleiht der Kombination eine zusätzliche Eleganz, die das rustikale Dessert in ein gehobenes Licht rückt. Es ist ein Spiel der Gegensätze, bei dem die Kühle des Weins auf die Wärme des Gebäcks trifft und so ein dynamisches Geschmackserlebnis schafft, das lange nachhallt. Besonders in Kombination mit einer leichten Vanillesauce als Beilage entfaltet diese Auslese ihr volles Potenzial und macht jeden Bissen zu einer Entdeckung der feinen Nuancen. Der Wein bleibt trotz seiner Süße stets elegant und bietet eine animierende Frische, die zum Weiteressen anregt.

Beerenauslese (Burgenland, Österreich)
Eine österreichische Beerenauslese, besonders aus der Region um den Neusiedlersee, besticht durch ihre konzentrierte Süße und die dichte Textur, die den Rabanadas einen würdigen Partner bietet. Die Aromen von exotischen Früchten wie Mango und Maracuja, gepaart mit der edelsüßen Honignote, umschmeicheln das zimtige Brot und verstärken dessen festlichen Charakter. Die natürliche Viskosität des Weins passt hervorragend zur saftigen Mitte der Rabanadas und schafft ein luxuriöses Mundgefühl, das von Opulenz geprägt ist. Trotz der hohen Zuckerkonzentration bewahrt dieser Wein durch die klimatischen Bedingungen des Burgenlands eine feine Säureader, die für die nötige Balance sorgt. Das Pairing wirkt insgesamt sehr harmonisch und tiefgründig, da die würzigen Komponenten der Kruste durch die reife Frucht des Weins perfekt eingerahmt werden. Für Liebhaber von kräftigen Süßweinen stellt diese Kombination den Gipfel des Dessertgenusses dar, da sie Kraft und Finesse auf eine Weise vereint, die nur wenige Weine weltweit in dieser Präzision erreichen können und somit jedes Dessert aufwertet.

Sauternes AOC (Bordeaux, Frankreich)
Der weltberühmte Sauternes aus dem Bordeaux ist für seine Komplexität und die typische Botrytis-Note bekannt, die ausgezeichnet mit dem Aroma von gebratenem Brot und Zimt funktioniert. Die Aromatik von kandierten Zitrusschalen, Safran und cremigem Honig verleiht den Rabanadas eine fast schon aristokratische Note. Da dieser Wein oft über Jahre im Barrique reift, bringt er eine dezente Holzwürze mit, die die Röstnoten des Ausbackens perfekt aufgreift. Die seidige Textur des Weins legt sich wie ein schützender Mantel um die Süße des Desserts und sorgt für einen unvergesslichen Abgang. Besonders faszinierend ist, wie der Sauternes die Fettstruktur des Gerichts durch seine Extraktstärke auffängt und in ein elegantes Finale überführt. Diese französische Wahl zeigt eindrucksvoll, dass klassische Dessertweine eine zeitlose Relevanz besitzen, wenn es darum geht, einfache Speisen durch ihre eigene Vielschichtigkeit aufzuwerten. Die goldene Farbe des Weins unterstreicht zudem die festliche Optik der servierten Rabanadas und macht das gesamte Arrangement zu einem optischen und geschmacklichen Gesamtkunstwerk für besondere Anlässe.

Vin Santo del Chianti DOC (Toskana, Italien)
Ein toskanischer Vin Santo ist durch seine traditionelle Herstellung aus angetrockneten Trauben und die lange Reifung in kleinen Holzfässern prädestiniert für die Begleitung von Rabanadas. Er besticht durch intensive Noten von Cantuccini, getrockneten Feigen und einem Hauch von Karamell, was die nussigen Facetten des goldgelben Toasts wunderbar unterstreicht. Die oft leicht oxidative Art des Weins harmoniert exzellent mit dem Zimtzucker und verleihen dem Dessert eine mediterrane Wärme. Da Vin Santo meist eine gute Struktur und einen moderaten Säuregehalt besitzt, bleibt die Kombination am Gaumen sehr präsent und ausbalanciert. Das Eintunken der Rabanadas in den Wein, ähnlich wie man es mit Mandelkeksen tut, könnte eine spielerische Art des Genusses sein, die die Aromen noch enger miteinander verwebt. Diese italienische Spezialität bringt eine erdige und zugleich edle Komponente ein, die das portugiesische Traditionsgebäck hervorragend ergänzt und die kulturellen Gemeinsamkeiten europäischer Desserttraditionen feiert. Es ist ein ehrlicher Wein, der Charakter zeigt und die rustikale Schönheit der Rabanadas perfekt in Szene setzt.

Pedro Ximénez (PX) DO Jerez-Xérès-Sherry (Andalusien, Spanien)
Ein Sherry der Sorte Pedro Ximénez, oft kurz PX genannt, ist die intensivste und süßeste Option, die man sich zu Rabanadas vorstellen kann. Mit seiner fast schwarzen Farbe und der sirupartigen Konsistenz bietet er ein extremes Kontrastprogramm, das Liebhaber süßer Sünden begeistern wird. Die Aromen von Lakritz, dunkler Melasse und Dörrpflaumen verschmelzen mit dem Zimt und Zucker des Brotes zu einer regelrechten Geschmacksexplosion am Gaumen. Obwohl der Wein sehr süß ist, sorgt seine typische Sherry-Note für eine gewisse Würze, die verhindert, dass das Pairing eindimensional wirkt. Die viskose Textur des Weins umschließt die Rabanadas und macht sie zu einem fast schon pralinéartigen Erlebnis auf dem Teller. In Südspanien liebt man diese Kombination aus Kraft und Süße, die besonders nach einem langen Festmahl für einen krönenden Abschluss sorgt. Wer die Rabanadas noch mit einer Kugel Walnusseis serviert, findet im Pedro Ximénez den idealen Partner, der alle Komponenten zu einem wahren Fest für die Sinne zusammenfügt und die Intensität des Desserts auf die Spitze treibt.

Das Rezept:

Wein zum Essen: Goldbraune Rabanadas mit Zimt und Zucker serviert mit einem Glas Tawny Portwein.

Rabanadas (portugiesischer French Toast)

Die Rabanadas sind ein herzliches Stück portugiesischer Lebensfreude, das besonders zur Weihnachtszeit, aber auch das ganze Jahr über als Dessert begeistert. Das altbackene Brot wird durch das Tränken in einer aromatisierten Milchmischung und das anschließende Ausbacken in Ei zu einer saftigen Delikatesse transformiert. Mit einer großzügigen Schicht aus Zimt und Zucker bestäubt, entfalten sie ein Aroma, das Kindheitserinnerungen weckt und Gemütlichkeit ausstrahlt. Diese einfache, aber raffinierte Zubereitung macht sie zum perfekten Abschluss für ein festliches Abendessen oder zu einem besonderen Frühstücksgenuss, der Tradition und Genuss perfekt vereint.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten
Gericht Dessert
Küche Portugiesisch
Portionen 2 Personen
Kalorien 480 kcal

Kochutensilien

  • 1 Zwei flache Schüsseln
  • 1 Schaumkelle
  • 1 Küchenpapier
  • 1 Kleiner Topf

Zutaten
  

Die Basis

  • 4 dicke Scheiben Weißbrot idealerweise vom Vortag oder spezielles Rabanada-Brot
  • 250 ml Milch
  • 1 EL Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 Streifen Zitronenschale

Das Panieren

  • 2 Eier Größe M
  • 1 Prise Salz

Das Finale

  • Pflanzenöl zum Ausbacken geschmacksneutral
  • 3 EL Zucker
  • 1 EL Zimt gemahlen

Zubereitung
 

Sud vorbereiten

  • Die Milch zusammen mit einem Esslöffel Zucker, der Zimtstange und der Zitronenschale in einem kleinen Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen, damit die Aromen gut durchziehen können.

Brot tränken

  • Die Brotscheiben einzeln in die aromatisierte Milch legen. Sie sollten sich gut vollsaugen, aber stabil genug bleiben, um nicht zu zerfallen. Danach kurz auf einem Gitter abtropfen lassen.

Wenden in Ei

  • Die Eier mit einer Prise Salz in einer flachen Schüssel gut verquirlen. Die getränkten Brotscheiben vorsichtig von beiden Seiten durch das Ei ziehen.

Goldgelb ausbacken

  • Reichlich Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Brotscheiben darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun und knusprig ausbacken. Mit einer Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier entfetten.

Vollendung

  • Zucker und gemahlenen Zimt in einem tiefen Teller mischen. Die noch heißen Rabanadas darin wenden, bis sie rundum gleichmäßig mit der Zimt-Zucker-Mischung bedeckt sind.

Empfohlene Beilagen:

  • Eine Kugel cremiges Vanilleeis
  • Frische Beeren wie Himbeeren oder Erdbeeren
  • Ein kleiner Klecks warmer Portweinsirup

Nährwerte pro Portion

Kalorien: 480kcalKohlenhydrate: 56gEiweiß: 10gFett: 24g
Keyword Dessert, French Toast, Portugal, Rabanadas, Tawny Port, Weihnachtsrezept, Zimt und Zucker
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